Void Fest 2014

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V  O  I  D     F  E  S  T     2  0  1  4
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Immer auf der Suche nach dem ultimativen Festivalfeeling, einer perfekten Atmosphäre, die sich auch dank steigender Erfahrung immer mehr erweitert und einem ausgewogenen Line-up stößt man schnell mal an die Grenzen. Aber mit dem Void Fest hat sich ein unermesslicher Schatz aufgetan. Nämlich ein Festival, was all diese gewünschten Faktoren mit sich bringt.
 
 
Die nunmehr dritte Auflage des Festivals glänzte natürlich wieder mit dem traumhaften Panorama, dass man einfach nur genießen konnte. Zudem kam noch ein großartiges Lineup, dass mit wirklich kostbaren Perlen gespickt war. So hatten wir unter anderem das Vergnügen Bands wie Monomyth, Church of Misery, The Atomic Bitchwax, Suns of Thyme oder auch Kadaver mit einer energiegeladen Atmosphäre, die ihres Gleichen sucht, zu erleben.
Besonders hervorzuheben ist auch die Organisation, die von den Mitgliedern des Void e.V. mit einer Passion durchgeführt wurde, die ich sehr selten mittlerweile nur noch erlebe. Und dabei haben die Herren und Damen trotzdem noch Spass und lassen es sich nicht nehmen, selber mitzufeiern. Eine beneidenswerte Truppe, die etwas wirklich Besonderes erschaffen hat.
Am ersten Tag stand für uns schon Einiges auf dem Speißeplan. Suns of Thyme, Doomina und Monomyth legten die Latte schon ziemlich hoch. Vor allem Letztere flashten mich tierisch und auch die übrigen Zuschauer schienen total verzaubert von der Show der Niederländer. Danach legten The Atomic Bitchwax noch eine Schippe drauf und das sollte noch nicht die Spitze sein. Meinen absoluten Höhepunkt des Tages konnte ich bei Sun Worship erleben. Sehr unkonventionell für das bisherige Programm, aber für mich genau das Richtige zu diesem Zeitpunkt. Eine sehr experimentelle Spielweise, die sich zwischen Black Metal und crust-artigen Passagen bewegt. Wie im Rausch fühlte es sich an als die Berliner unter anderem den Titelsong “Elder Giants“ zum Besten gaben Den Abschluss verbuchten Atlantis für sich und rundeten den Tag mit einem gediegenen Mix aus Doom- und Post Rock. Ein beeindruckender erster Festivaltag neigte sich dem Ende.
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T H E W U L L F S
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S U N S    O F    T H Y M E
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D   O   O   M   I   N   A
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M  O  N  O  M  Y  T  H  E
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A   T   L   A   N   T   I   S
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S U N    W O R S H I P
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Aber auch der zweite Tag sollte sich gewaschen haben. Den Start machten Swan Valley Hights mit einer schönen Portion Psychedelic Rock. Danach ging es wieder an die kleinere Zeltbühne um den Jungs von Oddjobmen zu lauschen. Jetzt war es an der Zeit etwas Pause zu machen und die Merch-Stände etwas näher unter die Lupe zu nehmen um den einen oder anderen Einkauf zu tätigen. Zu Rose Windows zog es mich dann doch wieder vor die Bühne. Female Fronted Psychedelix Rock aus Übersee, der auf jeden Fall einige Akzente setzen konnte. Mit der aufkommenden Dämmerung zogen doch einige Gewitterwolken auf, die sich doch sehr bedrohlich aufbauten. Kadavar starteten trotzdem durch und konnten auch trotz anhaltendem Regen viel Publikum vor die Bühne ziehen. Die Berliner Formation legte eine großartige Show auf die Bretter und erntete viel Lob und Beifall dafür. Als letzte Band vor der Bühne schaute ich mir dann noch Church of Misery an. Zu den Japanern braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Doom Metal der höchsten Güteklasse und Showtechnisch eines der Highlights des Tages.
Light Bearer hörte ich mir dann vom Zelt im Schlafsack voll an und bereute es ein wenig nicht doch noch länger auf dem Gelände geblieben zu sein. Denn was ich da so hörte, war extrem gut. Aber andererseits war bei mir auch die Luft raus und ich ließ den Tag nochmal Revue passieren mit all den gigantischen Auftritten und den interessanten Menschen die ich während des Void Festes kennen lernen durfte. 
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R O S E    W I N D O W S
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O  D  D  J  O  B  M  E  N
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K  A  D  A  V  A  R
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C H U R C H   O F    M I S E R Y
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V  O  I  D    F  E  S  T
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Ein ausergewöhnliches Festival, dass mich wahrlich in seinen Bann gezogen hat. Nächstes Jahr wird definitiv wieder auf dem Void gefeiert!!!
Phil Keller
 
Bilder: Phil Keller, Retrolucier

Der Detze Rockt

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D  E  R    D  E  T  Z  E
R  O  C  K  T    2  0  1  4
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Der Saisonabschluss der Open Air Festivals bricht langsam an und wir machten uns am Wochenende nochmal auf die Reise, auf dem Detze Rockt unsere Jungs von Speedbreaker und das Festival selbst zu supporten, das mit einem Spitzenbilling aufwartete.


Nach einer etwas verzögerten Anreise machten wir uns am Freitagabend noch einen kleinen Überblick über das Festivalgelände und lauschten den Klängen von Secutor und Vortex während wir uns das ein oder andere kühle Blonde genehmigten. Danach trafen auch Speedbreaker auf dem Campground ein und mit unseren Zelt-Nachbarn von Witches Steel feierten wir zusammen noch bis in die frühen Morgenstunden. 

Am Samstag war es dann soweit und Speedbreaker präsentierten Live die Songs ihres ersten Langspielers “Built for Speed“ auf der Bühne. Und auch ihre Kumpanen von der vorhergehenden Split Iron Curtain versammelten sich vor der Bühne um Support zu leisten. Leider machte der Regen der Show einen kleinen Strich durch die Rechnung. Aber das hielt die hartgesottenen Metalheads vor der Bühne auch nicht vom feiern ab und Speedbreaker absolvierten eine grandiose Show. Als Zugabe spielten sie noch mit Unterstützung von Sir Serpent von Iron Kobra für die ausgefallenen Jaguar den Klassiker “Axe Crazy“. Die Menge feierte und belohnte die bombige Show mit ordentlich Beifall und lobendem Gegröhle.

Als nächstes auf der Running Order stand eine Regionale Institution an. Deathfist enterten die Bühne und feuerten der nach dem Regen deutlich gewachsenen Menge einige Songs ihres 2010 veröffentlichten Albums “Too hot to Burn“ und zwischendurch noch ein paar hochklassige Coverversionen bekannter Metal Klassiker um die Ohren. Unter anderem auch eine unglaublich Starke Version von Exumer’s “Fallen Saint“, die nur so vor Energie strotzte. 

Die meist unkonventionelle Band im diesjährigen Billing war für mich Noctum. Ich selbst bin großer Fan der Band und habe beide Alben der Band auch auf Vinyl zuhause. Von daher klar, dass ich mir die Show nicht entgehen lasse. Und es hat sich definitiv gelohnt, denn die Schweden übertrafen ihre Leistung auf Platte und begeisterten mich tierisch. Die Mischung aus Doom-, Heavy Metal und Hardrock kommt auch bei den restlichen Zuschauern sehr gut an.
Nun kam die Stunde für die spanischen Heavy Matadoren Iron Curtain. Ein mit Hits gespicktes Set ihrer beiden Werke “Road to Hell“ und “Jaguar Spirit“ heizte den Zuhörern ordentlich ein. Vor allem “Heavy Metal Nation“ hatte es den angereisten Metalheads angetan.

Mein persönliches Highlight sollte aber noch folgen. Ich habe wirklich selten so viel Energie und Charisma auf der Bühne erlebt wie bei Nocturnal. Die Band um Frontfrau Tyrannizer entfesselte mit ihrem unglaublich starken Auftritt wahre Freudenfeuer in mir. Auch die Songs vom neuen Album “Storming Evil“ kamen richtig klasse rüber und man kann der Band nur vollsten Respekt zollen für das was sie auf die Bühne zaubern. Als Zugabe spielten die Mainzer noch ein Cover des Manowar Klassikers “Kill with Power“ das im wahrsten Sinne für diesen phänomenalen Gig stehen konnte!

Das offizielle Ende für das diesjährige Der Detze Rockt Festival zelebriertem klassisch und voller Elan die Jungs von Battleaxe. Die in den frühen 80ern gegründete Band, legt dieses Jahr in Punkto Live Gigs richtig vor und war schon auf dem Keep it True Festival eines der Highlights. Und auch hier beim Detze sollte es ein Triumpfzug werden, denn die Menge wurde ein letzes mal reich beschert und feierte ordentlich bei traditionellem Heavy Metal. Trotz der miesen Kälte blieben alle wohlauf und hatten auch noch nach dem letzten Akt viel Spaß und eine lange, durchzechte Nacht.
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S  P  E  E  D  B  R  E  A  K  E  R
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N  O  C  T  U  M
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D  E  A  T  H  F  I  S  T
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I  R  O  N    C  U  R  T  A  I  N
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N  O  C  T  U  R  N  A  L
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B  A  T  T  L  E  A  X  E
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Auch wenn das Wetter dieses mal leider ein kleiner Dämpfer war, so war das diesjährige Detze Rockt für mein Dafürhalten ein gelungenes Festival mit vielen Höhepunkten und familiärer Atmosphäre! Und bekanntlich heißt es ja: Nur die Harten komm in Garten! Ich habe das Festival auf jeden Fall schon tief in mein Herz geschlossen und freue mich schon, wenn nächstes Jahr wieder der Detze ruft!
Philipp Keller

Bilder: Philipp Keller
Flyer: Der Detze Rockt?