Void Fest 2014

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V  O  I  D     F  E  S  T     2  0  1  4
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Das Void Fest war letztes und auch dieses Jahr eine absolute Pflichtveranstaltung für uns. Es gibt in der Nähe definitiv nichts vergleichbares, weshalb man sich einfach die Zeit nehmen und dieses besondere Spektakel miterleben muss. 
Sobald man den Wald passiert hat, betretet man eine völlig neue Welt voller Abenteuer, Entspannung und Ekstase. Dieses Festival gibt einem, was sich manche aus einem Urlaub versprechen: die Kraft der Natur, musikalische Klangkunst auf sehr hohem Niveau, unabhängig davon wie jung die Band ist und natürlich wunderschöne Ausblicke in die bayrische Landschaft. Ein wichtiges Motto der Veranstalter ist DIY und das bekommt man an allen Ecken zu spüren und zu sehen. Es gibt die unterschiedlichsten Stände mit Essen, Merch, Information, Tätowierer und diese Jahr sogar einen größeren Stand mit Platten. Die Atmosphäre ist durchgehend sehr friedlich und man begegnet doch sehr vielen netten Leuten, was der Alltag nicht unbedingt versprechen kann. Auf dem Campground wird oft musiziert, gespielt und der ein oder andere nahm sich zur Entspannung ein Buch zur Hand wenn das Wetter einen dann doch etwas einheizte, aber auch die selbstgebauten Zelte aus Holz und Stoff sorgen für Hingucker. 
Der erste Tag sollte sehr viel versprechen, denn es standen sehr viele gute und für uns teilweise noch unbekannte Bands auf der Running Order. Punkig und schnell eröffneten The Wullfs aus Regensburg das Void Fest 2014.
Als zweite Band hatte man Suns Of Thyme aus Berlin ihren psychedelischen Krautgaze spielen lassen. Nicht unbedingt die gewöhnliche Krautrock Dröhnung, sondern eher eine Indie/Psych-Mischung mit modernen Einflüssen die nur schwer zu beschreiben ist. Tame Impala und Black Angels sind nicht unbedingt ein Vergleich, da doch eine andere Sparte geöffnet wurde, vor allem durch das 2013 erschienene Album Fortune, Shelter, Love and Cure.
Auch danach ging es weiter mit interessanten Acts weiter wie Doomina die für guten Post Rock sorgten. Eine sehr positive Überraschung waren vor allem Monomyth und Atlantis aus den Niederlanden. Aber auch The Atomic Bitchwax lieferten allen Zuschauern gute Rock Musik ab. Als der Abend seinen Lauf genommen hatte gab es zwischen den längeren Pausen an der Mainstage noch Programm in der neuen Tentstage, welche es bisher nicht gegeben hatte. Mother Cake und vor allem Sun Worship haben das Zelt in nur wenigen Minuten aufgefüllt. Sun Worship bewiesen das sie nicht nur auf Platte oder Tape guten Schwarzmetall spielen können. Rau und barbarisch erzeugten sie eine Atmosphäre die einen schaudern lies. Lasst euch nicht durch Klamotten täuschen, wenn doch so viel Können in der Seele dieser Jungs steckt.
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T H E W U L L F S
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S U N S    O F    T H Y M E
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D   O   O   M   I   N   A
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M  O  N  O  M  Y  T  H  E
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A   T   L   A   N   T   I   S
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S U N    W O R S H I P
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Schade das die gute Zeit auf solchen besonderen Festivals immer so schnell vergeht. Der zweite Tag stand bevor und alle waren aufgeregt da wieder sehr viel geboten wurde. Aber die absoluten Höhepunkte waren definitiv Rose Windows und Church Of Misery. Die Jungs aus Japen von Curch Of Misery eröffneten ihre Show mit dem gleichen Song, welcher auch das neuste Album Thy Kingdom Scum eröffnet mit dem Titel B.T.K. So viel Energie auf der Bühne, das kann wirklich nicht jede Gruppe, deshalb gehören die Doom Meister zu den besten Acts auf dem diesjährigen Void Fest. 
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R O S E    W I N D O W S
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O  D  D  J  O  B  M  E  N
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K  A  D  A  V  A  R
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C H U R C H   O F    M I S E R Y
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Das Void Fest war 2014 ein großer Erfolg und wir werden auch nächstes Jahr wieder interessante Bilder schießen und aber auch ganz wichtig, das Fest wie es ist genießen. Hier noch ein paar Einblicke außerhalb der Bühnen-Aktivitäten:
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V  O  I  D    F  E  S  T
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Bilder: Phil Keller, Retrolucier

Der Detze Rockt

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D  E  R    D  E  T  Z  E
R  O  C  K  T    2  0  1  4
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Der Saisonabschluss der Open Air Festivals bricht langsam an und wir machten uns am Wochenende nochmal auf die Reise, auf dem Detze Rockt unsere Jungs von Speedbreaker und das Festival selbst zu supporten, das mit einem Spitzenbilling aufwartete.


Nach einer etwas verzögerten Anreise machten wir uns am Freitagabend noch einen kleinen Überblick über das Festivalgelände und lauschten den Klängen von Secutor und Vortex während wir uns das ein oder andere kühle Blonde genehmigten. Danach trafen auch Speedbreaker auf dem Campground ein und mit unseren Zelt-Nachbarn von Witches Steel feierten wir zusammen noch bis in die frühen Morgenstunden. 

Am Samstag war es dann soweit und Speedbreaker präsentierten Live die Songs ihres ersten Langspielers “Built for Speed“ auf der Bühne. Und auch ihre Kumpanen von der vorhergehenden Split Iron Curtain versammelten sich vor der Bühne um Support zu leisten. Leider machte der Regen der Show einen kleinen Strich durch die Rechnung. Aber das hielt die hartgesottenen Metalheads vor der Bühne auch nicht vom feiern ab und Speedbreaker absolvierten eine grandiose Show. Als Zugabe spielten sie noch mit Unterstützung von Sir Serpent von Iron Kobra für die ausgefallenen Jaguar den Klassiker “Axe Crazy“. Die Menge feierte und belohnte die bombige Show mit ordentlich Beifall und lobendem Gegröhle.

Als nächstes auf der Running Order stand eine Regionale Institution an. Deathfist enterten die Bühne und feuerten der nach dem Regen deutlich gewachsenen Menge einige Songs ihres 2010 veröffentlichten Albums “Too hot to Burn“ und zwischendurch noch ein paar hochklassige Coverversionen bekannter Metal Klassiker um die Ohren. Unter anderem auch eine unglaublich Starke Version von Exumer’s “Fallen Saint“, die nur so vor Energie strotzte. 

Die meist unkonventionelle Band im diesjährigen Billing war für mich Noctum. Ich selbst bin großer Fan der Band und habe beide Alben der Band auch auf Vinyl zuhause. Von daher klar, dass ich mir die Show nicht entgehen lasse. Und es hat sich definitiv gelohnt, denn die Schweden übertrafen ihre Leistung auf Platte und begeisterten mich tierisch. Die Mischung aus Doom-, Heavy Metal und Hardrock kommt auch bei den restlichen Zuschauern sehr gut an.
Nun kam die Stunde für die spanischen Heavy Matadoren Iron Curtain. Ein mit Hits gespicktes Set ihrer beiden Werke “Road to Hell“ und “Jaguar Spirit“ heizte den Zuhörern ordentlich ein. Vor allem “Heavy Metal Nation“ hatte es den angereisten Metalheads angetan.

Mein persönliches Highlight sollte aber noch folgen. Ich habe wirklich selten so viel Energie und Charisma auf der Bühne erlebt wie bei Nocturnal. Die Band um Frontfrau Tyrannizer entfesselte mit ihrem unglaublich starken Auftritt wahre Freudenfeuer in mir. Auch die Songs vom neuen Album “Storming Evil“ kamen richtig klasse rüber und man kann der Band nur vollsten Respekt zollen für das was sie auf die Bühne zaubern. Als Zugabe spielten die Mainzer noch ein Cover des Manowar Klassikers “Kill with Power“ das im wahrsten Sinne für diesen phänomenalen Gig stehen konnte!

Das offizielle Ende für das diesjährige Der Detze Rockt Festival zelebriertem klassisch und voller Elan die Jungs von Battleaxe. Die in den frühen 80ern gegründete Band, legt dieses Jahr in Punkto Live Gigs richtig vor und war schon auf dem Keep it True Festival eines der Highlights. Und auch hier beim Detze sollte es ein Triumpfzug werden, denn die Menge wurde ein letzes mal reich beschert und feierte ordentlich bei traditionellem Heavy Metal. Trotz der miesen Kälte blieben alle wohlauf und hatten auch noch nach dem letzten Akt viel Spaß und eine lange, durchzechte Nacht.
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S  P  E  E  D  B  R  E  A  K  E  R
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N  O  C  T  U  M
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D  E  A  T  H  F  I  S  T
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I  R  O  N    C  U  R  T  A  I  N
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N  O  C  T  U  R  N  A  L
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B  A  T  T  L  E  A  X  E
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Auch wenn das Wetter dieses mal leider ein kleiner Dämpfer war, so war das diesjährige Detze Rockt für mein Dafürhalten ein gelungenes Festival mit vielen Höhepunkten und familiärer Atmosphäre! Und bekanntlich heißt es ja: Nur die Harten komm in Garten! Ich habe das Festival auf jeden Fall schon tief in mein Herz geschlossen und freue mich schon, wenn nächstes Jahr wieder der Detze ruft!
Philipp Keller

Bilder: Philipp Keller
Flyer: Der Detze Rockt?